- FC 1931 Eddersheim e.V.-
 
 

1. Mannschaft Verbandsliga Mitte

Samstag, 10.12.2011

"Müssen den Sack zumachen"

Im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Mitte trennte sich der FC Eddersheim gestern Abend mit einem 1:1 (1:0) vom FV Biebrich.

Der Eddersheimer Marc Breul vergab gestern eine gute Chance zum 2:0. Foto: Lorenz

Eddersheim.
Nur wenige Minuten fehlten den Gastgebern zum vierten Sieg in Folge. Trotzdem war man aufseiten des FC Eddersheim nach dem gerechten 1:1 nicht unzufrieden. "Wir haben 40 Punkte, sind auf einem guten Weg und wollen nicht jammern", lautete das Fazit von Trainer Matthias Dworschak. Mit etwas mehr Glück wäre aber auch der vierte Sieg in Folge möglich gewesen. Erst fünf Minuten vor dem Ende kamen die guten Biebricher zum letztlich aber hoch verdienten Ausgleich.

Vor allem im ersten Abschnitt zeigten die Gäste, warum sie in den vergangenen Wochen – bis auf die Niederlage zuletzt gegen Spitzenreiter Kelsterbach – so viele Punkte sammelten und sich an die Spitze herangepirscht hatten. Druckvoll und kombinationssicher machten die Biebricher den Eddersheimern das Leben schwer. Wie aus dem Nichts gingen die Gastgeber nach 20 Minuten in Führung. Christian Rottenau flankte zu Bruder Felix Rottenau, der 12 Meter vor dem Tor völlig frei war. Überlegt schob er den Ball zum 1:0 ins rechte Eck. Biebrich antwortete mit wütenden Angriffen.

Latte und Pfosten

Nur eine Minute nach der Eddersheimer Führung traf Östereich mit einem wuchtigen Schuss die Latte. Wiederum nur zwei Minuten später schoss Volkan Zer den Ball an den rechten Pfosten. Bis zur Pause übernahmen die Gäste die Initiative und drängten auf den Ausgleich. Die Abwehr um die guten Innenverteidiger Kevin Detloff und Patrick Dietz stand aber sicher.

Auch im zweiten Abschnitt hielt Biebrich das Tempo hoch und drängte Eddersheim zumeist in die Defensive. Daraus ergaben sich aber auch einige vielversprechende Konter. In der 67. Minute kam Marc Breul frei zum Schuss, scheiterte aber an Torwart Tekin. Den Nachschuss schoss der für seinen angeschlagenen Bruder Felix in Spiel gekommene Niklas Rottenau etwas zu überhastet neben das Tor. Der Jüngste der drei Rottenau-Brüder brachte zwar mächtig Schwung in die Angriffe. Aber auch die zweite gute Chance zum wohl entscheidenden 2:0 ließ Niklas Rottenau aus. Nach dem Zusammenspiel mit Bruder Christian lenkte Torwart Tekin den Ball in der 71. Minute mit einer Fußabwehr über das Tor. "Da müssen wir den Sack zumachen", haderte Trainer Matthias Dworschak mit der Verwertung der – wenn auch wenigen – guten Chancen. So wurden die Biebricher am Ende doch noch für ihre engagierte Spielweise mit dem 1:1 belohnt. Nach der Flanke von Östereich war Volkan Zer zur Stelle und spitzelte den Ball aus fünf Metern ins rechte Eck.

"Einen glücklichen Sieg hätten wir natürlich gerne genommen. Die Mannschaft präsentiert sich aber so, wie wir es uns wünschen", zeigte sich Dworschak trotz des späten Ausgleichs zufrieden.

FC Eddersheim: Filz – Grüll, Dietz, Detloff, D. Reuter – Lindner, Freund, Breul, F. Rottenau (46. N. Rottenau), C. Rottenau – Schuster.FV Biebrich: Tekin – Pilger, Maus, Löbelt, Meurer – Hachenberger, Maurer, Okuda (67. Yilmaz), Östereich – V. Zer, O. Zer. SR: Hofmann (Frankfurt). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 F. Rottenau (20., 1:1 V. Zer (85.). (cn)



Donnerstag, 08.12.2011

"Wir wollen unseren Lauf fortsetzen"

In der Fußball-Verbandsliga Mitte geht es schon am Freitag mit dem Heimspiel des FC Eddersheim gegen den FV Biebrich weiter.

Einer, der zuletzt in starker Form war: Eddersheims Marc Grüll erlebt mit seinem Team einen Aufschwung. Foto: Lorenz

Main-Taunus.
Der FC Eddersheim hat einen Lauf: Die drei Spitzenspiele zuletzt gegen Watzenborn, Ederbergland und beim FSV Braunfels gewann er alle in beeindruckender Form. Die Belohnung: Die Mannschaft von Trainer Matthias Dworschak ist nun Vierter und hat wieder Kontakt zur Spitze aufgenommen.

Nun steht im letzten Spiel des Jahres am Freitag (19.30 Uhr) für die Eddersheimer – nächste Woche ist das Team spielfrei – noch das abschließende Heimspiel gegen den Tabellenachten FV Biebrich an.

Einer der Garanten des Aufschwungs in Eddersheim ist Marc Grüll. Der linke Verteidiger besticht seit Wochen durch starke Leistungen und kurbelt das Spiel mit gezielten Vorstößen immer wieder an. Seit dem Heimspiel gegen den VfB Gießen, als die Eddersheimer mit 2:0 führten und noch mit 2:4 den Kürzeren zogen, "haben wir etwas dazugelernt", sagt der 24 Jahre alte Rüsselsheimer, der seine dritte Saison an der Staustufe spielt. Zuletzt überzeugte seine Mannschaft regelmäßig gegen Mannschaften aus dem vorderen Drittel. "Es steht nicht ein Gegner vor uns, gegen den wir verloren haben", merkt der ehemalige Ober-Rodener an. Eine Erklärung für die überraschenden Niederlagen gegen Teams aus dem unteren Drittel hat er aber auch parat. Es liege ganz einfach daran, dass sich diese Mannschaften gerade gegen eine spielstarke Mannschaft wie den FC Eddersheim immer gerne "hinten reinstellen".

Vom Potenzial her zählt Marc Grüll sein Team zu den besten in den Liga. "Gerade zuletzt in Braunfels waren wir 90 Minuten die bessere Mannschaft", sagt er. Mit dem 4:3 stießen die Eddersheimer die Gastgeber auch noch von der Tabellenspitze.

So soll es nun auch am Freitag zu Hause gegen den FV Biebrich weitergehen. "Gegen die haben wir in den letzten Jahren aber nicht so gute Erfahrungen gemacht", blickt Grüll etwas skeptisch zurück. Biebrich und auch Oberliederbach sind gegen uns immer richtig gut", weiß der linke Verteidiger mit dem Vorwärtsdrang. Trotzdem würde er das Jahr natürlich auch nur zu gerne mit einem Heimsieg abschließen. "Biebrich steht hinten gut und hat vorne natürlich individuelle Klasse", weiß auch Marc Grüll um die Stärken des Gegners. Doch gerade weil sich der FC Eddersheim in der Defensive wieder deutlich gesteigert hat, "muss da zu Hause am Freitag etwas gehen". Der Abwehrspieler weiß genau, was am Freitag zählt: "Das wird ein Kampfspiel. Wir wollen unseren Lauf aber unbedingt fortsetzen."

Topfavorit Kelsterbach

Auch der neue Tabellenführer bestreitet am Wochenende ein Heimspiel. Am Sonntag (14 Uhr) erwartet Viktoria Kelsterbach den Tabellenletzten TSG Wieseck. Klar, dass die Gastgeber als der klare Favorit in diese Partie gehen. Unterschätzen darf die Mannschaft von Ralf Horst den Gegner aber nicht. Das weiß auch der Trainer ganz genau und schwor sein Team deshalb auf diesen Gegner ganz besonders ein. Er geht sogar so weit, die Partie gegen das Schlusslicht als "unser schwerstes Spiel" zu beschreiben. "Nur 70 Prozent reichen da nicht. Wenn wir wie immer 100 Prozent abrufen, werden wir auch die drei Punkte holen", sagt Horst. Das Spiel wird übrigens nicht im Kelsterbacher Sportpark, sondern witterungsbedingt auf dem Kunstrasenplatz an der Gesamtschule stattfinden. Das ist Trainer Horst allerdings auch ein Dorn im Auge, denn der enge Platz würde den Gästen sicherlich entgegenkommen. Der Trainer rechnet damit, dass sich die TSG Wieseck zunächst einmal darauf konzentrieren wird, keinen Gegentreffer zu bekommen und deshalb sehr defensiv agieren wird. Auf einem kleinen Platz sei das nun einmal deutlich einfacher als auf einem größeren Rasenplatz wie im Kelsterbacher Stadion.

Am Sonntag bestreitet auch der VfB Unterliederbach ein richtungweisendes Heimspiel. Gegen den SV Wiesbaden ist ein Heimsieg eigentlich Pflicht, um nicht noch weiter in Richtung Abstiegszone zu rutschen. Die SG Oberliederbach ist spielfrei. (cn)



Samstag, 03.12.2011

Matchwinner Christian Rottenau

Der FC Eddersheim holte in der Fußball-Gruppenliga einen überzeugenden 4:3-Auswärtssieg beim seitherigen Tabellenführer FSV Braunfels – und das nach eimem 1:3-Rückstand zur Pause.

Braunfels.
Erich Rodler kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Was unsere Mannschaft heute vor allem in der zweiten Halbzeit gespielt hat, war bemerkenswert und herausragend", schwelgte der Eddersheimer Sportliche Leiter in Superlativen. Das hatten sich die Gäste verdient. Immerhin machten sie aus dem 1:3 zur Pause noch ein 4:3.

Bereits im ersten Abschnitt hatte Eddersheim mehr vom Spiel und hätte durch den Kopfball von Kevin Detloff (14.) und Paul Schuster (15.) schon führen müssen. Ein "Geniestreich" vom früheren Eintracht-Profi Mehmet Dragusha sorgte aber für die überraschende Führung der Braunfelser. Dragusha sah, dass Torwart Maximilian Filz etwas zu weit vor seinem Tor stand, zog von der Mittellinie ab und traf zum 1:0 (18.). Eddersheim zeigte sich aber unbeeindruckt: Einen Schuss von Thomas Lindner konnte der Torwart nicht festhalten und Christian Rottenau staubte zum 1:1 ab (21.). Durch zwei Konter schlug Braunfels vor der Pause noch zwei Mal zu. Schug (35.) und Schäfer (43.) brachten die Gastgeber mit 3:1 in Führung.

"Wir hatten alles andere als enttäuscht", analysierte Rodler die erste Halbzeit. Im zweiten Abschnitt legte der FC Eddersheim aber noch einen drauf. Von Braunfels war gar nichts mehr zu sehen. Der überragende Adam Freund brachte sein Team mit zwei sehenswerten Fernschüssen wieder zurück ins Spiel. Nach einer Stunde traf der Kapitän volley aus 18 Metern zum 2:3. In der 78. Minute köpfte Patrick Dietz den Ball an die Latte, nur eine Minute später zog Freund wieder ab und traf aus 20 Metern zum 3:3. Doch auch das Remis war den Gästen nicht genug. Eddersheim spielte voll auf Sieg und wurde belohnt. Nach einem Doppelpass mit seinem Bruder Niklas traf Christian Rottenau ins kurze Eck zum entscheidenden 4:3. Der Braunfelser Torwart hatte wohl mit einer Flanke gerechnet.

"In den letzten drei Spielen haben wir den Schalter umgelegt", jubelte Rodler, der sich beim Jubel über den Siegtreffer auch noch am Finger verletzte. Das konnte der Sportliche Leiter nach dieser beeindruckenden Aufholjagd aber gerne verschmerzen. (cn)



Freitag, 25.11.2011

Detloff der Matchwinner

Der Abwehrspieler hält nicht nur hinten alles zusammen, sondern trifft auch

Durch eine erneut starke Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen sicherte sich der FC Eddersheim gegen den FC Ederbergland den zweiten 2:0-Erfolg in Folge.

Sorgte für den Endstand: Nico Hecker (links) erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:0. Foto: Lorenz

Eddersheim.
Dass dem FC Ederbergland an der Staustufe bis auf viele lange Bälle im Spiel nach vorne nichts einfiel, war für den neutralen Beobachter schon ein wenig enttäuschend. Immerhin gastierte der Tabellenzweite der Fußball-Verbandsliga Mitte beim Tabellenfünften.

Dass dem FC Ederbergland an der Staustufe bis auf viele lange Bälle im Spiel nach vorne nichts einfiel, war für den neutralen Beobachter schon ein wenig enttäuschend. Immerhin gastierte der Tabellenzweite der Fußball-Verbandsliga Mitte beim Tabellenfünften.

Der Unterschied von sieben Punkten in der Tabelle (40 Zähler für Ederbergland, 33 für die Gastgeber) war zu keiner Zeit bemerkbar. Gerade in den ersten 45 Minuten machten es alle 22 Akteure den knapp 100 Zuschauern in der Kälte auf dem Eddersheimer Rasenplatz nicht leicht, sich an ihrem Spiel zu erwärmen. Das einzige Feuer das auf dem Sportgelände abgebrannt wurde, war das traditionelle, alljährliche Lagerfeuer des Vereins, bei dem sich einige Mitglieder aufwärmen konnten.

Auf dem Platz passierte bis zur 22. Minute wenig. Dann legte sich Ederberglands Karge, der am vergangenen Spieltag schon Unterliederbach per Freistoß besiegt hatte, einen ruhenden Ball zurecht. Seinen Aufsetzer aus 23 Metern entschärfte Max Filz im rechten Eck. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kam von den Gästen nichts mehr. Dafür prüfte auf der Gegenseite Adam Freund den starken Schlussmann Casella. Ederberglands Bester bestand aber sowohl diesen Test in der 28. Minute als auch den Versuch von Paul Schuster per Kopf, nach einer Freund-Flanke (32.).

Nach dem Seitenwechsel boten beide Teams den Zuschauern etwas mehr. Nolte, der ständig für Gefahr sorgte, setzte einen Schuss aus 20 Metern knapp links neben das Eddersheimer Tor (50.). Zwei Minuten später hatte Marc Breul im Gegenzug das 1:0 für die Heimmannschaft auf dem Fuß. Da dieser aber sein schwächerer rechter war, konnte Casella auch diese aussichtsreiche Situation entschärfen. Die Aktion schien für Ederbergland schon geklärt, da kam Innenverteidiger Kevin Detloff an der Grenze des Fünf-Meter-Raums frei an den Ball. Der Eddersheimer Abwehrchef schoss nicht direkt auf das Tor, sondern verlud bei seiner Großchance erst den Gäste-Torwart mit einer Finte, ehe er an Casella vorbei zur Führung einschob (53.).

Nun war der Bann gebrochen und die beiden Teams lieferten sich einen ansehnlichen offenen Schlagabtausch. Da Ederbergland aber weiter meist mit langen Bällen agierte, hatte es die Defensive der Hausherren leicht. In der Nachspielzeit schloss der eingewechselte Nico Hecker einen Eddersheimer Konter zum verdienten 2:0-Endstand ab.

"Unsere gute Arbeit nach hinten war heute entscheidend", meinte der Mann des Abends, Kevin Detloff. Mit nun nur noch vier Punkten Rückstand auf Ederbergland möchte er bis zur Winterpause eine Serie starten: "Wer die größte Konstanz zeigt, wird ganz am Ende oben stehen."

FC Eddersheim: Filz – Grüll, Dietz, Detloff, D. Reuter – Lindner, Freund, Breul (74. N. Rottenau), F. Rottenau, C. Rottenau (90. Hecker) – Schuster. FC Ederbergland: Casella – Wolf, Mohr, Koch, Schüssler (76. Schweizer) – Biesenthal, Eickhoff, Karge, Miß (72. Weixler) – Nolte, Arsenio. Schiedsrichter: Witzel (Wiesbaden). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Detloff (53.), 2:0 Hecker (90.+1.). (cn)



Samstag, 16.11.2011

Detloff der Matchwinner

Der Abwehrspieler hält nicht nur hinten alles zusammen, sondern trifft auch

Durch eine erneut starke Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen sicherte sich der FC Eddersheim gegen den FC Ederbergland den zweiten 2:0-Erfolg in Folge.

Sorgte für den Endstand: Nico Hecker (links) erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:0. Foto: Lorenz

Eddersheim.
Dass dem FC Ederbergland an der Staustufe bis auf viele lange Bälle im Spiel nach vorne nichts einfiel, war für den neutralen Beobachter schon ein wenig enttäuschend. Immerhin gastierte der Tabellenzweite der Fußball-Verbandsliga Mitte beim Tabellenfünften.

Dass dem FC Ederbergland an der Staustufe bis auf viele lange Bälle im Spiel nach vorne nichts einfiel, war für den neutralen Beobachter schon ein wenig enttäuschend. Immerhin gastierte der Tabellenzweite der Fußball-Verbandsliga Mitte beim Tabellenfünften.

Der Unterschied von sieben Punkten in der Tabelle (40 Zähler für Ederbergland, 33 für die Gastgeber) war zu keiner Zeit bemerkbar. Gerade in den ersten 45 Minuten machten es alle 22 Akteure den knapp 100 Zuschauern in der Kälte auf dem Eddersheimer Rasenplatz nicht leicht, sich an ihrem Spiel zu erwärmen. Das einzige Feuer das auf dem Sportgelände abgebrannt wurde, war das traditionelle, alljährliche Lagerfeuer des Vereins, bei dem sich einige Mitglieder aufwärmen konnten.

Auf dem Platz passierte bis zur 22. Minute wenig. Dann legte sich Ederberglands Karge, der am vergangenen Spieltag schon Unterliederbach per Freistoß besiegt hatte, einen ruhenden Ball zurecht. Seinen Aufsetzer aus 23 Metern entschärfte Max Filz im rechten Eck. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kam von den Gästen nichts mehr. Dafür prüfte auf der Gegenseite Adam Freund den starken Schlussmann Casella. Ederberglands Bester bestand aber sowohl diesen Test in der 28. Minute als auch den Versuch von Paul Schuster per Kopf, nach einer Freund-Flanke (32.).

Nach dem Seitenwechsel boten beide Teams den Zuschauern etwas mehr. Nolte, der ständig für Gefahr sorgte, setzte einen Schuss aus 20 Metern knapp links neben das Eddersheimer Tor (50.). Zwei Minuten später hatte Marc Breul im Gegenzug das 1:0 für die Heimmannschaft auf dem Fuß. Da dieser aber sein schwächerer rechter war, konnte Casella auch diese aussichtsreiche Situation entschärfen. Die Aktion schien für Ederbergland schon geklärt, da kam Innenverteidiger Kevin Detloff an der Grenze des Fünf-Meter-Raums frei an den Ball. Der Eddersheimer Abwehrchef schoss nicht direkt auf das Tor, sondern verlud bei seiner Großchance erst den Gäste-Torwart mit einer Finte, ehe er an Casella vorbei zur Führung einschob (53.).

Nun war der Bann gebrochen und die beiden Teams lieferten sich einen ansehnlichen offenen Schlagabtausch. Da Ederbergland aber weiter meist mit langen Bällen agierte, hatte es die Defensive der Hausherren leicht. In der Nachspielzeit schloss der eingewechselte Nico Hecker einen Eddersheimer Konter zum verdienten 2:0-Endstand ab.

"Unsere gute Arbeit nach hinten war heute entscheidend", meinte der Mann des Abends, Kevin Detloff. Mit nun nur noch vier Punkten Rückstand auf Ederbergland möchte er bis zur Winterpause eine Serie starten: "Wer die größte Konstanz zeigt, wird ganz am Ende oben stehen."

FC Eddersheim: Filz – Grüll, Dietz, Detloff, D. Reuter – Lindner, Freund, Breul (74. N. Rottenau), F. Rottenau, C. Rottenau (90. Hecker) – Schuster. FC Ederbergland: Casella – Wolf, Mohr, Koch, Schüssler (76. Schweizer) – Biesenthal, Eickhoff, Karge, Miß (72. Weixler) – Nolte, Arsenio. Schiedsrichter: Witzel (Wiesbaden). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Detloff (53.), 2:0 Hecker (90.+1.). (cn)



Samstag, 19.11.2011

Eine gute Reaktion

Paul Schuster und Marc Breul lassen Eddersheim jubeln
Im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga Mitte setzte sich die Mannschaft von Trainer Matthias Dworschak gestern Abend verdient mit 2:0 (1:0) gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg durch

Paul Schuster (links) traf zum 1:0 und bereitetet das zweite Tor vor. Foto: Lorenz

Eddersheim.
Zu Beginn der Partie war den Gastgebern auf dem Sportplatz an der Staustufe die Unsicherheit nach der bitteren 2:4-Heimniederlage gegen Gießen – nach einer 2:0-Halbzeitführung – noch deutlich anzumerken. Watzenborn-Steinberg erwischte den besseren Start und hätte durch Semmler, der nach einem Konter knapp vorbei zielte (8.) und die sehenswerte Volleyabnahme von Spielertrainer Parson (24.) durchaus führen können. Danach fand der FC Eddersheim aber besser ins Spiel. Die Gäste vergaben durch Klan, der freistehend Torwart Maximilian Filz anschoss (38.), noch eine gute Chance. Dann ergab sich auch die erste gute Möglichkeit für den FC Eddersheim. Adam Freund schlug einen sehenswerten Pass genau in den Lauf von Marc Breul, dessen Volleyabnahme aber nur knapp am rechten Pfosten vorbei schrammte (41.). Die zweite Chance nutzten die Gastgeber aber schon zur Führung. Diesmal hatte der gute Freund den Ball genau in den Lauf von Paul Schuster gespielt. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schob sicher zum 1:0 ein (43.).

Bitter für den FC Eddersheim: Bereits nach 13 Minuten zog sich Sebastian Metzger eine Muskelfaserriss zu. In diesem Jahr wird der Offensivspieler damit nicht mehr zum Einsatz kommen.

Der Führungstreffer gab den Eddersheimern die nötige Sicherheit. Der für Metzger gekommene Christian Rottenau glänzte nun als Regisseur. Stark waren gestern Abend auch die beiden Außenverteidiger Marc Grüll und Dennis Reuter, die immer wieder viel Dampf nach vorne machten.

Nach etwas mehr als einer Stunde sorgten die Gastgeber für die Entscheidung. Reuter spielte Schuster frei, der sich geschickt drehte und gleich abzog. Der Ball prallte gegen den Pfosten. Marc Breul, der ebenfalls zu überzeugen wusste, war aber zur Stelle und schob den Ball zum 2:0 ins leere Tor (62.). Von Watzenborn-Steinberg kam danach nicht mehr viel. Gegen die diesmal wieder gut gestaffelte Abwehr des FC Eddersheim fanden die Gäste nicht mehr das richtige Mittel. Breul vergab mit einem strammen Schuss, der an den Pfosten prallte, sogar noch das durchaus mögliche 3:0 (69.).

"Nach 20 Minuten haben wir uns gefangen. Wir haben diesmal wieder gut gestanden. Es war ein verdienter Sieg", war Torschütze Marc Breul zufrieden. Und auch Trainer Matthias Dworschak war mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden und lobte die Reaktion nach dem 2:4 gegen Gießen: "Heute mussten wir 90 Minuten arbeiten, das haben wir gemacht. Wir hatten auch den Glauben, zu Null zu spielen."

FC Eddersheim: Filz – Reuter, Dietz, Detloff, Grüll – F. Rottenau (80. Hecker), Freund, Lindner, Breul – Metzger (13. C. Rottenau) – Schuster (88. Pitas). T. Watzenb.-St.: D. Wagner – Schmandt, Bock (62. N. Wagner), Priebe, Runkel – Zimmermann (81. Wiertelorz), Dechert (64. Iyasere), Klan, Koch, Parson – Semmler. SR: Althoff (Langen). ZU: 70. T: 1:0 Schuster (43.), 2:0 Breul (62.). (cn)



Montag, 14.11.2011

Nach der Pause klappt gar nichts mehr

Neben dem Spiel verliert Eddersheim auch Antinac mit Rot
Bittere Pille für den FC Eddersheim: Die Mannschaft von Trainer Matthias Dworschak unterlag im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga Mitte nach einer 2:0-Führung dem VfB Gießen noch mit 2:4.

Konnte die Pleite auch nicht verhindern: Thomas Lindner (FC Eddersheim). Foto:mal

Eddersheim.
Der Trainer zeigte sich schwer enttäuscht: "Das ist wirklich sehr, sehr ärgerlich. Das Anschlusstor darf gar nicht erst fallen. Danach aber haben wir alles vermissen lassen, was uns in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hat: Mut, Wille und die Bereitschaft, alles zu geben. Wir haben es dem Gegner dann einfach zu leicht gemacht, Tore zu erzielen", analysierte ein sichtlich geknickter Dworschak. Zudem ärgerte er sich über die Rote Karte für Julien Antinac, der in der 84. Minute einen Gegenspieler von hinten brutal umsäbelte: "Sowas ist dann noch das i-Tüpfelchen auf so einen Tag."

Dabei hatte die Partie für die Hausherren bestens begonnen. Bereits in der dritten Minute gingen sie in Führung. Adam Freund, Eddersheims Spezialist für ruhende Bälle, hatte einen Eckball von der linken Seite direkt ins Gießener Tor verwandelt. Mit einem tollen Spielzug über die rechte Seite baute Eddersheim seine Führung sogar aus. Nach einer Hereingabe von Sebastian Metzger ließ Julien Antinac den Ball klug passieren, Felix Rottenau sorgte mit einem tollen Außenrist-Schuss für das 2:0 (20.). Nur zwei Minuten später hatte Marc Breul sogar eine hochkarätige Möglichkeit, das 3:0 nachzulegen. Der Mittelfeldspieler zielte jedoch knapp am Tor vorbei. Von Gießen ging im ersten Durchgang nur wenig Gefahr aus. Die beste Chance hatte Markus Gaubatz mit einem Kopfball, den der ehemalige Eschborner aber knapp neben das Eddersheimer Tor setzte.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die rund 200 Zuschauer an der Staustufe eine wie verwandelt spielende Gießener Mannschaft zu sehen. Plötzlich hatten die Gäste ihren Kampfeswillen entdeckt und agierten druckvoll. Bereits in der 51. Minute grätschte Ranke einen Pass von der rechten Seite zum Anschluss ins Eddersheimer Tor. Nur zehn Minuten später glich der eingewechselte Samun aus – 2:2. Eddersheim gelang es nicht, das Spiel wieder an sich zu reißen, während Gießen nach dem Ausgleich weiter auf den Führungstreffer spielte. Nach Pass von Mohr vollendete Baufeldt in der 64. Minute zum 3:2. Eddersheims Schlussmann Maximilian Filz bekam zwar noch seine Finger an den Ball, doch das Leder trudelte hinter die Torlinie. Anschließend verzog Felix Rottenau auf der Gegenseite knapp (66.). Dworschak wechselte mit Paul Schuster einen dritten Stürmer ein, die gewünschte Wirkung blieb aber aus. In der 76. Minute konnte Dennis Reuter nach einem Gießener Schuss den Ball noch von der Torlinie klären, vier Minuten später aber war das Spiel entschieden. Nach Flanke von Samun traf Ranke per Flugkopfball zum 4:2. Nach brutalem Foul an Metzger sah Gießens Hasan in der 90. Minute Rot. (wma)



Montag, 07.11.2011

Später Ausgleich

Julien Antinac rettet dem FC Eddersheim einen Punkt in Unterliederbach. Im Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte verschenkten die Gastgeber einen fast schon sicher geglaubten Heimsieg.

Unterliederbach.
Nach dem Treffer zum 3:3 in der zweiten Minute der Nachspielzeit wussten die Gäste selbst nicht, womit sie den Punkt verdient hatten. Deshalb sah man auf dem ramponierten Rasenplatz an der Hans-Böckler-Straße auch aufseiten der Gäste niemanden feiern. Die Hausherren kauerten niedergeschlagen auf dem Boden.

Kein gutes Spiel

"Ich habe heute kein gutes Verbandsliga-Spiel gesehen", stellte Matthias Dworschak klar und war über den Spielverlauf erstaunt. "Wir nehmen den Punkt aber gerne mit." Sowohl dem Gegner als auch seiner Mannschaft bescheinigte der Eddersheimer Trainer einen schwachen Auftritt. Dass die rund 200 Zuschauer in Unterliederbach trotzdem einiges geboten bekamen, lag zum einen an den Schwächen der beiden Abwehrreihen, aber auch an der Treffsicherheit der Topstürmer. Unterliederbach musste schon in der zweiten Minuten den Ausfall von Meron Gebrihiwet verkraften. Nach einem Zweikampf musste der Innenverteidiger ausgetauscht werden. Goran Dadic kam in die Partie und konnte zusehen, wie Advan Cakiqi in der neunten Minute über rechts zum Flanken kam. In der Mitte traf Leo Bianco den Ball jedoch nicht richtig. Die erste Chance der Gastgeber beantwortete Eddersheim nach einer knappen Viertelstunde. Sebastian Metzgers schoss genau in die Arme von Torwart Daniel Knapschinski. Nach zehn ereignislosen Minuten fasste sich Bianco auf der rechten Außenbahn ein Herz und ließ bei seinem Antritt mit Ball sowohl Dennis Reuter, als auch Kevin Detloff stehen. Der flache Abschluss ins kurze rechte Eck war für das Talent nur noch Formsache (23.). Biancos Sturmpartner Daniel Koch bekam in der 28. Minute nicht genug Druck hinter eine Hereingabe von Marlon Schick. Auf der Gegenseite flankte Rechtsverteidiger Marc Grüll im Gegenzug auf Marc Breul, der per Kopf ins lange Eck vollstreckte. Das 1:1 für die Eddersheimer kam zu diesem Zeitpunkt zwar überraschend, Paul Schuster hätte das Spiel in der 34. Minute aber beinahe komplett auf den Kopf gestellt. Auch die Grätsche von Matthias Frosch konnte den Stürmer nicht mehr stoppen. Der Schuss aus halblinker Position krachte an den rechten Pfosten.

Voller Einsatz

Nach dem Seitenwechsel biss sich Unterliederbach in die Partie. Die Spieler von Trainer Chakir Charaf zeigten vollen Einsatz und wurden dafür zunächst auch belohnt. Nachdem Bianco nach tollem Zuspiel von Aleksander Sprink der Strafstoß von Schiedsrichter Höhl verweigert wurde (54.), folgte elf Minuten später die verdiente Führung für Unterliederbach. Koch behauptete den Ball gegen beide Innenverteidiger und legte im richtigen Moment quer zu Bianco. Dieser kam mit Wucht aus dem Hinterhalt und traf überlegt zum 2:1 (65.). Auch drei Minuten später reagierte Koch stark, als er den Ball nach einem Eckstoß unkonventionell aber effektiv mit dem Oberschenkel ins Tor bugsierte. Durch das 3:1 wähnten sich die Gastgeber in Sicherheit und produzierten sowohl in der Defensive als auch im Angriff mehrere spielentscheidende Fehler. Der nervös wirkende Dennis Kollmeier verschätzte sich in der 73. Minute bei einem Befreiungsschlag und brachte Schuster in Schussposition. Dieser behielt vor Knapschinski die Nerven und schob zum 2:3 ein. In der Schlussphase stürmten nicht etwa die Gäste nach vorne, sondern der VfB suchte die Entscheidung. Da aber Koch freistehend am langen Pfosten den Ball per Kopf nicht im Tor unterbrachte (90.) und auch Cakiqi und Bianco die Konter in der Nachspielzeit zu eigensinnig abschlossen, konnte der eingewechselte Julien Antinac einen Heber aus 18 Metern über Knapschinski ins Tor setzen (90.+2). "Das gibt es nicht", war nicht nur Sprink niedergeschlagen. Der ehemalige Eddersheimer hatte im zentralen, defensiven Mittelfeld alles gegeben und sah trotz des späten Ausgleichs genau wie sein Trainer Charaf einen Aufwärtstrend beim VfB. (awo)



Montag, 31.10.2011

Reuter flankt, Schuster trifft und krönt den Kampf seines Teams

In einem packenden Spiel der Fußball-Verbandsliga Mitte setzte sich der FC Eddersheim mit 4:3 (1:1) gegen den Türkischen SV Wiesbaden durch.

Eddersheim.
Die Hausherren bestimmten von der ersten Minute an das Spiel und hatten durch Nils Pitas (13.) und Adam Freund per Freistoß, zwei Minuten später, die ersten Möglichkeiten. Wiesbaden spielte effektiver und nutzte seine erste Chance zur Führung. Nach einer mustergültigen Hereingabe von Spielertrainer Cem Karaca ließ Torjäger Engin Arslan den Ball gekonnt über den Scheitel rutschten – 0:1. Der FC Eddersheim hatte eindeutig mehr Ballbesitz, hochkarätige Chancen sprangen jedoch zunächst nicht heraus. Sebastian Metzger mit einem Schuss (26.) und Marc Breul (27.) per Kopf hatten noch die besten Möglichkeiten. Für den Ausgleich nach 41 Minuten sorgte Nils Pitas. Adam Freund kam rund 20 Meter vor dem Tor an den Ball, worauf sich die Gäste auf einen Schuss einstellten. Freund aber behielt die Übersicht und passte zu Pitas, der ins lange Eck vollendete.

Zwei Minuten nach der Pause traf Wiesbadens Mehmet Arslan, der nach seiner Gehirnerschütterung die gesamten 90 Minuten auf dem Platz stand, nur das Lattenkreuz. Die Eddersheimer drängten energisch auf den Führungstreffer und wurden belohnt. Nach guter Vorarbeit von Paul Schuster traf Marc Breul zum 2:1 (56.). Breul revanchierte sich in der 72. Minute mit einer Vorlage, dieses Mal hieß der Torschütze Schuster – 3:1. Eddersheims Schlussmann Maximilian Filz parierte anschließend zwei Mal hervorragend gegen Engin Arslan (78.) und Erol Genc (80.). Allerdings sah er beim 3:2-Anschlusstreffer durch Markus Kusch nicht gut aus. Freund traf in der 83. Minute nur den Außenpfosten und verpasste die vorzeitige Entscheidung. Stattdessen gelang Engin Arslan drei Minuten vor dem Ende der Ausgleich. Eddersheim aber steckte nicht auf und kam nochmals gefährlich nach vorne. Nach toller Flanke von Dennis Reuter traf Paul Schuster mit einem Volleyschuss zum Sieg. "Wir brauchen einfach zu viele Chancen, um Tore zu machen. Trotzdem haben wir heute ein super Spiel gemacht und verdient gewonnen", zeigte sich Trainer Matthias Dworschak zufrieden. (wma)



Montag, 24.10.2011

Die Chancen nicht genutzt

Trotz einer der besten Saisonleistungen unterlag der FC Eddersheim in der Fußball-Verbandsliga Mitte beim FV Breidenbach mit 1:2.

Eddersheim.
"Nur das Ergebnis war enttäuschend", ordnete Geschäftsführer Patrick Schuch den Auftritt seiner Mannschaft zu den stärksten in dieser Spielzeit ein. "Die Jungs haben sich aber nicht dafür belohnt."

Dass es für den Tabellensiebten nicht einmal zu einem Punktgewinn reichte, lag laut Schuch vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung. "Außerdem hat der Gegner aus drei Chancen zwei Tore gemacht", blickte der Eddersheimer neidisch auf die Torausbeute der Hausherren.

Nachdem Christian Rottenau in der 25. Minute, von Adam Freund bedient, zum 1:0 ins lange Eck eingeschoben hatte, im nächsten Moment aber vom Unparteiischen Putz wegen einer angeblichen Abseitsstellung Paul Schusters zurückgepfiffen wurde, stellte Afriyie seine Effizienz zum ersten Mal unter Beweis. Die Defensive der Gäste wähnte einen langen Pass im Aus. Blöcher erlief ihn sich aber und fand am langen Pfosten Afriyie. Per Kopf musste dieser in der 31. Minute nur noch einnicken.

Mit Wut im Bauch kam Eddersheim aus der Kabine. Keine zehn Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da traf Thomas Lindner die Latte. Außerdem wurde ein Kopfball von Marc Breul auf der Linie geklärt (66.). Zwei Minuten später schlug erneut Afriyie für die Gastgeber zu. Nach Vorlage von Blöcher musste Breidenbachs Torjäger nur noch einschieben. Schuster zeigte in der 78. Minute auf der Gegenseite seine Qualität. Mit einer flüssigen Bewegung nahm der Stürmer den Ball rechts an, um mit links im langen Eck zu verwandeln. Trotz dieses tollen Tores schaffte Eddersheim den Ausgleich nicht mehr. Patrick Dietz (85.) und Schuster (90.) trafen die Latte und Sebastian Metzgers Schuss wurde auf der Linie gerettet (88.). (awo)



Montag, 17.10.2011

Nach der Pause Gas gegeben

Freund und Co. wackeln, machen mit Einsatzfreude aber aus dem Rückstand einen Vorsprung

In zweifacher Überzahl gewinnt der FC Eddersheim das Heimspiel gegen die TSG Wörsdorf nach zwei späten Toren mit 3:1.

Eddersheim.
Nach zwei Niederlagen zuletzt war den Hausherren im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Mitte eine gewissen Verunsicherung anzumerken. Marko Verkic und Felix Rottenau saßen gegen den Tabellenvorletzten ihre Sperren aus dem Kastel-Spiel ab. Gerade in der Anfangsphase konnten die beiden "Rotsünder" zusehen, wie ihre Teamkollegen zwar bemüht waren, das Heft in die Hand zu nehmen, die Klarheit in den Offensiv-Aktionen aber fehlte. Paul Schuster konnte unter der Woche nicht trainieren und wurde deshalb erst nach einer guten halben Stunde für den angeschlagenen Sebastian Metzger eingewechselt. Genau wie Nico Hecker, der für den enttäuschenden Niklas Rottenau früh ins Spiel kam, brachte der blonde Hüne Schwung ins Angriffsspiel der Gastgeber.

Zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 1:0 für den Gegner. In der zehnten Minute waren die Eddersheimer nach einer verunglückten Ecke bei einem Konter kalt erwischt worden. Chami kam in abseitsverdächtiger Position an den Ball und bediente Arslan. Dieser behielt 20 Meter vor dem Tor die Übersicht und schob an Max Filz vorbei zum 1:0 ein. Gleich in seiner ersten auffälligen Szene setzte Schuster fort, was sich schon in den vergangenen Wochen als Schwäche erwiesen hatte. "Wir haben vorne einfach nicht getroffen", sagte Adam Freund. Der Kapitän bediente in der 36. Minute seinen Angreifer Schuster, dieser zielte aus halb linker Position aber zu zentral. Auch eine Kopfballchance in der 45. Minute ließ der Stürmer ungenutzt verstreichen.

"Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, weiter Gas zu geben", berichtete Mannschaftsführer Freund von der Neuausrichtung seines Teams nach einer schwachen ersten Hälfte. In den zweiten 45 Minuten gelang den Eddersheimern zwar noch lange nicht alles, durch ihre große Einsatzfreude machte die junge Mannschaft die Unzulänglichkeiten im Passspiel aber wett. In der 52. Minute flankte Dennis Reuter von links auf den langen Pfosten. Dort stand Marc Breul genau richtig und vollendete mit einer sehenswerten Direktabnahme – 1:1. In der Folge zeigte Abstiegskandidat Wörsdorf, warum der ehemalige Hessenligist mit dem Rücken zur Wand steht. Erst musste Chami in der 55. Minute wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb/Rot das Spielfeld verlassen. Eine Viertelstunde später folgte ihm Spielertrainer Kaymak – Gelb/Rot wegen Meckerns. In zweifacher Überzahl stellte sich Eddersheim zwar immer noch an wie das Kaninchen vor der Schlange, Kapitän Freund erlöste die Zuschauer an der Staustufe aber mit seinem Treffer zum 2:1 in den linken Torwinkel (85.). Das 3:1 in der 93. Minute durch ein Eigentor von Yildiz, der von Nils Pitas angeschossen wurde, war symptomatisch für den wackeligen Auftritt der Gastgeber.(awo)



Mittwoch, 12.10.2011

Eddersheim kommt mit etwas Glück weiter

Main-Taunus. "Der Fußball-Verbandsligist FC Eddersheim hat gestern Abend das Viertelfinale des Kreispokals erreicht. Beim Kreisoberligisten SGN Diedenbergen gewann er mit 4:1 (0:1).

Für die Leistung, die Eddersheim gebracht hat, was das Ergebnis zwei Tore zu hoch", erklärte Diedenbergens Sprecher Marco Brunzendorf. Nach einem Solo hatte Brancato mit einem sehenswerten Fernschuss seine Mannschaft in Führung gebracht. Die Gäste brachten außer einem Pfostenschuss von Christian Rottenau wenig zu Stande, während beim Gastgeber Wolf wegen laut Brunzendorf zwei fragwürdiger Abseitsentscheidungen zurückgepfiffen worden war. In der 51. Minute traf Bender den Pfosten. Als Becker sechs Minuten später ausrutschte und den Ball im eigenen Strafraum berührte, kamen die Gäste per Handelfmeter zum Ausgleich. Rottenau drehte mit seinem Treffer fünf Minuten später das Spiel. "Danach ging bei uns im Spiel nach vorne nichts mehr", erklärte Brunzendorf.

Tore: 1:0 Brancato (34.), 1:1 Freund (57./Handelfmeter), 1:2 Christian Rottenau (62.), 1:3, 1:4 Metzger (82., 87.). (vho)



Sonntag, 09.10.2011

Später Knock-out für Eddersheim

In der Fußball-Verbandsliga Mitte musste der FC Eddersheim beim SC Waldgirmes II mit dem 2:3 (0:0) die zweite Niederlage in Folge hinnehmen.

Eddersheim.
"An der Boxnacht lag es nicht", betonte Geschäftsführer Patrick Schuch und wollte gar nicht erst nach Ausreden für die unerwartete Niederlage suchen. Die erste Mannschaft erledigte bei der heimischen Boxveranstaltung am Samstag ihre erste Schicht und wurde dann nach Hause geschickt.

"Es war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel zweier harmloser Mannschaften", beschrieb Schuch die schwache Partie. Vor allem im ersten Abschnitt tat sich vor beiden Toren kaum etwas. Da standen die Abwehrreihen noch sehr gut. Der SC Waldgirmes II hatte zwar mehr vom Spiel, echte Torchancen ergaben sich aber nicht.

Und auch in der zweiten Hälfte passierte aus dem Spiel heraus nur ganz wenig. Entweder wurden Fehler bestraft, oder Tore nach ruhenden Bällen erzielt. Das erste Zeichen in dieser niveauarmen Partie setzte Künkler in der 54. Minute mit einem sehenswerten Freistoß aus 17 Metern über die Eddersheimer Mauer hinweg zum 1:0. Eddersheim antwortete prompt mit einem Pfostenschuss von Adam Freund (58.). Zwei Minuten später gelang aber doch der Ausgleich. Nach einem Spielzug von Adam Freund und Marc Breul über die rechte Seite gelangte der Ball zu Paul Schuster, der ihn sich noch kurz zurechtlegte und dann ins lange Eck zum 1:1 vollendete.

Danach avancierte Patrick Dietz zum Pechvogel aufseiten der Gäste. Zunächst ließ er sich in der 65. Minute den Ball von Jordan abjagen. Den Rückpass schoss wieder Künkler zum 2:1 ein (65.). Adam Freund glich mit einem Freistoß aus 18 Metern zwar zum 2:2 aus (70.), doch in der 81. Minute ließ wieder Dietz seinen Gegenspieler Hartmann entwischen, der das 3:2 erzielte.

Und wie das so ist: Wenn es nicht rund läuft, kommt ost auch noch Pech hinzu. Ausgerechnet Dietz vergab nämlich in der 88. Minute die beste Gelegenheit, wenigstens einen Punkt aus Waldgirmes mitzunehmen. Sein Schuss prallte nach einer Ecke aber an den Pfosten. "Das war schon sehr ernüchternd", konnte Patrick Schuch seine Enttäuschung nicht verbergen. (cn)



Freitag, 01.10.2011

15 ganz schwache Minuten

Nach zuletzt zwei glatten Siegen gab es für den FC Eddersheim gestern Abend in der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Wiesbaden einen herben Dämpfer.

Nico Hecker sorgte für den Eddersheimer Treffer.

Nach zuletzt zwei glatten Siegen gab es für den FC Eddersheim gestern Abend in der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Wiesbaden einen herben Dämpfer. Die Wiesbadener kamen nach fünf Niederlagen in Folge nach Eddersheim und kamen völlig unverhofft zu einem 4:1-Erfolg. Der Tabellenvierte, der seit dem vergangenen Wochenende die beste Abwehr der Klasse stellte, erwischte einen rabenschwarzen Tag.

Bereits in der dritten Minute waren die Gäste in Führung gegangen. Marko Verkic, der bisher eine gute Saison gespielt hatte, unterlief einen langen Pass in die Spitze. Der frühere Zeilsheimer Ivan Rebic erlief sich den Ball und lupfte ihn über den herauslaufenden Torhüter Maximilian Filz zum 1:0. Die Eddersheimer zeigten sich aber nicht geschockt. Trainer Matthias Dworschak war mit der Zeit von der dritten bis zur 40. Minute zufrieden: "Da haben wir vieles richtig gemacht." Die Gastgeber erarbeiteten sich Chancen durch Marc Breul (19.) und Paul Schuster (22.). Folgerichtig fiel der Ausgleich. Schuster wurde im Strafraum angespielt, setzte sich durch und passte zu Nico Hecker, der aus sechs Metern gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 1:1 einköpfte (34.).

Kurz darauf folgte der erste Knackpunkt der Begegnung und der Beginn der entscheidenden 15-minütigen Schwächephase der Gastgeber. Felix Rottenau kam gegen seinen Gegenspieler zu spät und traf ihn. Schiedsrichter Schmidt zeigte ihm die Rote Karte, für Geschäftsführer Patrick Schuch eine überzogene Entscheidung: "Für mich war das zu hart, denn er unterstellte Rottenau Absicht." In der Nachspielzeit der ersten Hälfte folgte der nächste Tiefschlag: Hecker rutschte aus, so dass sich sein Gegenspieler auf der linken Seite durchsetzte und flankte. "Marko Verkic dachte, dass ein gegnerischer Spieler hinter ihm steht, wollte klären und traf ins eigene Tor", so Schuch, "das war in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bitter".

Bereits in der 50. Minute sorgte Rebic für den K.o. der Gastgeber. Sechs Minuten später folgte nach dem 1:4 der Platzverweis von Verkic, der dem Schiedsrichter-Assistenten den Scheibenwischer gezeigt hatte und danach die Rote Karte sah. "Dann ging es für uns nur noch um Schadensbegrenzung", so Schuch, "vielleicht sind Freitagsspiele nicht das Richtige für uns".

FC Eddersheim: Filz – Felix Rottenau, Verkic, Detloff, Grüll (58. Dietz) – Hecker (51. Kleefeldt), Freund, Lindner, Breul – Schuster (63. Niklas Rottenau), Metzger. SV Wiesbaden: Ries – Pierre Massfeller, Küster, Adou, Ouffata – Kunz (80. Haybert Baghramian), Kürzer, Reichardt (44. Daniel Massfeller), Koleda – Kroj (71. Harmen Baghramian), Rebic. Schiedsrichter: Schmidt (Limburg). Zuschauer: 180. Rote Karte: Felix Rottenau (40.) grobes Foulspiel, Verkic (beide Eddersheim/56.) Schiedsrichter-Assistenten-Beleidigung.

Tore: 0:1, 1:3 Rebic (3., 50.), 1:1 Hecker (34.), 1:2 Eigentor Verkic (45.+2), 1:4 Kroj (56.). (vho)



Montag, 26.09.2011

Nach der furiosen ersten Halbzeit war schon alles klar

In der Fußball-Verbandsliga Mitte setzte sich der FC Eddersheim mit einem Kantersieg beim VfB Marburg in der Spitzengruppe fest.

Marburg.
Erich Rodler kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Vor allem der Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit beim 5:0-Auswärtssieg in Marburg ließ das Herz von Eddersheims Sportlichem Leiter höher schlagen. "Die ersten 45 Minuten waren wir sehr stark. Wir haben aggressiv gespielt und wunderschöne Tore erzielt. Da waren Traumtore dabei. Das war sehr effektiv", lobte er.

Gegen die bis dato beste Abwehr der Liga hatten sich die Gäste einiges vorgenommen. Marburg kam im ersten Abschnitt überhaupt nicht zum Zug und war chancenlos, wie Rodler berichtete. Nach 13 Minuten brachte Sebastian Metzger den FC Eddersheim in Führung. Nach einer Ecke von Adam Freund war der Stürmer mit dem Kopf zur Stelle und nickte zum 1:0 ein. Vier Minuten später erhöhte Kapitän Freund auf 2:0. Sein Freistoß aus 20 Metern schlug genau im Winkel ein – zu schnell für Marburgs Torwart Wack, der sich gar nicht erst bewegte. Und auch der dritte Treffer war besonders sehenswert. Marc Grüll startete einen Sololauf aus der eigenen Hälfte, spielte noch zwei Mal Doppelpass und hatte anschließend auch noch die Ruhe, den Ball über Torwart Wack zum 3:0 zu heben (25.). Der junge Nico Hecker ließ in der 38. Minute noch das 4:0 folgen. Nach dem Zuspiel von Metzger hob auch er den Ball gekonnt über Wack ins Tor.

Nach dieser überzeugenden Halbzeit war klar, dass Eddersheim nicht noch so ein Feuerwerk wie im ersten Abschnitt abbrennen würde. Marburg spielte etwas besser mit und die Gäste ließen etwas nach. Chancen waren durch Thomas Lindner und den eingewechselten Julien Antinac trotzdem vorhanden. Der Treffer zum hoch verdienten 5:0-Endstand gelang aber erst drei Minuten vor dem Ende. Antinac verwandelte einen an ihm verursachten Foulelfmeter sicher.

"Wir hätten sogar deutlich höher gewinnen können", sagte Erich Rodler, "auch wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so zielstrebig waren". Trotzdem war der Sportliche Leiter mit der "sehr guten Leistung" natürlich zufrieden. Und ganz nebenbei stellt der FC Eddersheim nach diesen fünf Toren gegen die einst beste Abwehr der Liga nun selbst die stärkste Defensive – auch ein schöner Nebeneffekt. (cn)



Montag, 19.09.2011

Lindner der Vorbereiter

In der Fußball-Verbandsliga meldete sich der FC Eddersheim eindrucksvoll mit einem 4:0 (1:0) gegen die Fvgg. Kastel zurück.

Eddersheim.
"Das war die richtige Reaktion auf das Spiel in Oberliederbach", war der Eddersheimer Trainer Matthias Dworschak nach dem verdienten Heimsieg gegen Kastel zufrieden.

"Das war die richtige Reaktion auf das Spiel in Oberliederbach", war der Eddersheimer Trainer Matthias Dworschak nach dem verdienten Heimsieg gegen Kastel zufrieden.

Von Beginn an war den Gastgebern auf dem Sportplatz an der Staustufe anzumerken, dass sie sich für die bittere Derby-Pleite revanchieren wollten. Eddersheim dominierte die Partie nach Belieben und ließ im ersten Abschnitt keine einzige Chance der überforderten Kasteler zu. Und auch die Offensive präsentierte sich deutlich aktiver als zuletzt in Oberliederbach. Eine Umstellung griff auch sofort. Sebastian Metzger war für den zuletzt enttäuschenden Julien Antinac in die Startelf gerückt und traf prompt zur Führung. Nach einem Zuspiel von Lindner zeigte sich Metzger nervenstark und schob frei vor Torwart Ademovic zum 1:0 ein (27.). Die erste gute Chance hatte Paul Schuster in der zwölften Minute vergeben. Nico Hecker, der ebenfalls neu im Team war, vergab in der 36. Minute die nächste gute Gelegenheit. "Wir hätten schon zur Pause höher führen können", sagte der Eddersheimer Geschäftsführer Patrick Schuch.

Auch im zweiten Abschnitt kam von Kastel nicht viel mehr. Hecker musste nach einer Ecke den Kopfball von Kirschner auf der Linie klären (70.). Doch da stand es bereits 2:0 für Eddersheim. Lindner hatte Hecker nach einer Stunde auf rechts freigespielt. Dessen Flanke verwertete Marc Breul mit einer sehenswerten Direktabnahme. In den letzten fünf Minuten legten die Gastgeber noch zwei weitere Treffer nach. Bei beiden Toren war erneut Thomas Lindner der Ausgangspunkt. Er war damit an allen vier Toren beteiligt. Nach Lindners Flanke köpfte Breul zum 3:0 ein (85.). Vier Minuten später spielte Lindner Breul frei und Julien Antinac köpfte die Hereingabe zum Endstand ins Tor (89.). "Es war ein hoch verdienter Sieg", zeigte sich auch Patrick Schuch zufrieden. (cn)



Freitag, 16.09.2011

Eddersheims starke Verlängerung

Keine Überraschungen gab es gestern Abend bei den Pokalspielen des Fußballkreises Main-Taunus der zweiten Runde.

Main-Taunus.
Der Verbandsligist FC Eddersheim setzt sich in der Verlängerung beim Gruppenligisten TuRa Niederhöchstadt mit 7:3 durch.

TuRa Niederhöchstadt – FC Eddersheim 3:7 (3:3, 0:1) n.V.

"Es war eine gute Leistung von uns, aber der Treffer von Dietz hat uns das Genick gebrochen", erklärte Niederhöchstadts Spielausschuss-Vorsitzender Daniel Pfaff, wie Eddersheim in der ersten Hälfte der Verlängerung alles klar machte. Die Gäste lagen mit 2:0 vorne, ehe die TuRa mit einem Doppelschlag durch Scherer und Ghanem konterte und durch Hardt erneut ausglich. Nach einem Foul des Torhüters an Metzger ging Eddersheim per Elfmeter mit 4:3 durch Freund in Führung und drehte in den kommenden zehn Minuten richtig auf.

Tore: 0:1, 3:4, 3:6 Freund (40., 94./Foulelfmeter, 99.), 0:2 C. Rottenau (60.), 1:2 Scherer (68.), 2:2 Ghanem (69.), 2:3 Breul (83.), 3:3 Hardt (85.), 3:5 Dietz (97.), 3:7 Hartings (105.).



Montag, 12.09.2011

Die richtige Reaktion – 2:0

Pinto Dias setzt die entscheidenden Aktzente, Asmeron zeigt glänzende ParadenPinto Dias setzt die entscheidenden Aktzente, Asmeron zeigt glänzende Paraden

Oberliederbach. Im Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte triumphierte die SG Oberliederbach gestern Abend zu Hause gegen den FC Eddersheim.


Regentanz: Mohammed Azakir (SG Oberliderbach, links) und Paul Schuster (FC Eddersheim). Foto: Lorenz
Bereits vor dem Spiel war der Respekt der beiden Teams voreinander groß. In der ersten Halbzeit unterstrichen die Mannschaften der SG Oberliederbach und des FC Eddersheim dies – nach dem wetterbedingt um etwa 20 Minuten verlegten Anpfiff – mit einer sehr passiven ersten Hälfte. Bis auf einen Schuss von Paul Schuster kurz vor dem Wechsel war nicht viel zu sehen. SGO-Torwart Mathewes Asmeron, der doch für Nikolas Zippellius spielte, parierte aber glänzend.

Deutlich besser wurde das Nachbarschaftsduell im zweiten Abschnitt. Endlich hatte die Partie auch den von den Zuschauern bereits zu Beginn erwarteten Derbycharakter. Auf dem nassen Rasen wurde plötzlich im jeden Zentimeter gekämpft. Oberliederbach war aber zunächst besser im Spiel. Und prompt gelang der Führungstreffer. Der für den früh verletzten Dustin Freitag gekommene Thil Iyasere spielte den Ball gekonnt mit der Hacke in den Lauf von Daniele Pinto Dias. Der schnelle Linksaußen ließ sich nicht zwei Mal bitten, lief der Eddersheimer Abwehr einfach davon und schnippelte die Kugel geschickt über den herausstürzenden Torwart Maximilian Filz (53.).

Jetzt waren auch die Eddersheimer aufgewacht. Doch ausgerechnet der Oberliederbacher Torwart Asmeron war, nach dem eigentlich geplanten Torwartwechsel, hellwach. Mit einem tollen Reflex entschärfte er den Schuss von Sebastian Metzger. Und auch den Gewaltschuss des eingewechselten Niklas Rottenau entschärfte Asmeron mit einer starken Parade (69.). Auch in der stärksten Phase der Eddersheimer hielt die Abwehr der Gastgeber dicht. Niklas Rottenau hatte genau in den Lauf von Metzger gespielt, doch beim Schussversuch klärte der gute Maurizio Sanfratello im letzten Moment vor dem Stürmer (77.).

Weil Eddersheim den Druck erhöhte, ergaben sich auch Konterchancen für die SG Oberliederbach. Iyasere, der für reichlich Entlastung sorgte, scheiterte aber an Torwart Filz (81.). Besser machte es der ebenfalls eingewechselte Eckhard Weller. Erneut hatte sich Pinto Dias auf der linken Seite glänzend durchgesetzt und mustergültig abgelegt. Weller schoss den Ball überlegt mit der Innenseite in den rechten Winkel (85.). Das 2:0 war die Entscheidung.

Der entscheidende Spieler aufseiten der SG Oberliederbach war – neben Torwart Asmeron – Torschütze und Vorlagengeber Daniele Pinto Dias. "In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften gezeigt, dass sie gut stehen. Nach dem 1:0 musste Eddersheim dann aufmachen", sah der quirlige Angreifer sein Team als den verdienten Sieger im Derby. Besonders freute ihn, dass die Ausfälle wie Kapitän Tarek Fouad so gut kompensiert wurden.

Konsequenz fehlt

So sah es auch Ludwigs Anspach. Der Oberliederbacher Trainer freute sich, dass sein Team nach dem 1:6 zuletzt in Kelsterbach gleich im nächsten Derby die richtige Reaktion zeigte: "Das habe ich auch so erwartet. Im Training hat sich das schon angedeutet." Aufgrund der zweiten Hälfte sei der Sieg gegen Eddersheim auch völlig verdient gewesen. Durch den Heimsieg verbesserten sich die Oberliederbacher in der Tabelle auf Rang zehn und setzten sich von der Gefahrenzone ab. Anders der FC Eddersheim. Durch das 0:2 rutschte das Team auf Rang fünf zurück. "Die letzte Konsequenz im Spiel nach vorne hat gefehlt", sagte der Eddersheimer Trainer Matthias Dworschak, der sich etwas ärgerte, dass die durchaus vorhandenen Chancen zum 1:1 nicht genutzt wurden. Die Niederlage müsse man deshalb aber akzeptieren und daraus lernen. (cn)



Sonntag, 11.09.2011

Respekt ist Trumpf

Die Sportlichen Leiter Tobias Merz und Erich Rodler schätzen ihren Gegner

In der Fußball-Verbandsliga Mitte steht am Sonntag das nächste Derby auf dem Programm: Die SG Oberliederbach empfängt dabei den FC Eddersheim.

Die SG Oberliederbach ist der Gastgeber im Derby gegen Eddersheim: Trainer Ludwig Anspach (rechts) zeigt an, dass es nach der Niederlage in Kelsterbach zu Hause wieder aufwärts gehen soll. Foto: Lorenz

Main-Taunus.
Um möglichst viele Zuschauer in den Sportpark nach Liederbach zu locken, einigten sich beide Teams auf eine spätere Anstoßzeit. Das Nachbarschaftsduell wird am Sonntag erst um 18 Uhr angepfiffen.

Der gegenseitige Respekt vor dem Derby ist groß. Klar ist aber auch: Beide Teams haben einen Sieg im Visier – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Eddersheim möchte mit einem weiteren Erfolg den Platz in der Spitzengruppe behaupten, auch wenn es in den vergangenen Partien vor allem in Oberliederbach immer kaum etwas zu holen gab.

Trotzreaktion?

Die SG Oberliederbach möchte dagegen nach dem herben 1:6 am vergangenen Wochenende in Kelsterbach zeigen, dass diese Pleite nur ein Ausrutscher war. Mit einem Sieg wäre der Abstand zur Abstiegsregion wieder größer.

"Das war ein wirklich schlechtes Spiel", blickt Tobias Merz auf das Derby in Kelsterbach zurück. Seit dieser Saison ist der ehemalige Spieler für die sportlichen Belange bei der SGO zuständig, wird dabei momentan noch vom Zweiten Vorsitzenden Ingo Hemberger, der sich in den Jahren zuvor darum kümmerte, "eingearbeitet". Merz über die bisherige Zusammenarbeit: "Wir ergänzen uns ganz gut." Nach der Pleite in Kelsterbach hat der neue Sportliche Leiter der SG Oberliederbach eine gute Reaktion seiner Mannschaft registriert, zumindest schon einmal im Training. "Motivation und der Wille sind da. Die Mannschaft muss nun ein ganz anderes Bild abgeben als zuletzt in Kelsterbach", sagt Merz, der gerade zu Hause "eine ganz andere Leistung" erwartet.

Deshalb wird sich in der Startformation der Oberliederbacher wohl einiges tun. Fest steht: Nikolas Zippelius löst Mathewes Asmeron im Tor ab. Nach 23 Gegentreffern in den ersten acht Spielen eine logische Konsequenz. Auch Denny Piazza ist aus dem Urlaub zurück und Spielführer Tarek Fouad nach einer Verletzung wohl rechtzeitig wieder fit. "Vom Niveau her sind wir etwa auf einer Stufe. Unsere Mannschaft ist aber stark genug, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen", ist sich Merz sicher. Die Eddersheimer schätzt er sehr stark ein.

Rottenau-Festival?

Die Abwehr hätte sich stabilisiert, und in der stets starken Offensive der Gäste hoffte er am Sonntag nicht, dass es ein "Rottenau-Festival" gibt. Vor allem die drei Rottenau-Brüder Christian, Felix und Niklas schätzt Merz aufgrund ihrer starken fußballerischen Fähigkeiten ganz besonders hoch ein. Wenn es nach ihm geht, müssten sie aber nicht ausgerechnet am Sonntag ihr komplettes Potenzial abrufen.

Auch Erich Rodler, der sportliche Leiter des FC Eddersheim, geht mit Vorsicht an das Derby. "Wir fahren da mit Respekt hin", sagt er. Der geglückte Systemwechsel von der Dreier- hin zur Viererkette sei den Oberliederbachern bestens geglückt. "Sie haben eine gute Mannschaft und eine besonders starke Offensive. Oberliederbach spielt einen gepflegten Fußball. Das wird eine ganz schwere Aufgabe", erklärt Rodler. Der Sportliche Leiter weiß genau, dass die Gastgeber nach der Niederlage in Kelsterbach mit reichlich Wut im Bauch in das Derby gehen. "Gegen Eddersheim war Oberliederbach aber immer mega motiviert", erinnert sich Rodler noch an die Zeit, als er selbst noch als Trainer beim FC Eddersheim arbeitete.

Starke Offensivreihen und zwei hoch motivierte Mannschaften: Dass das Verbandsliga-Derby zwischen Oberliederbach mit einem mageren 0:0 enden könnte, daran glauben weder Erich Rodler, noch Tobias Merz. "Ich glaube, gegen Oberliederbach haben wir noch nie 0:0 gespielt", prophezeit Rodler auch diesmal ein torreiches Nachbarschaftsduell. (cn)



Mittwoch, 31.08.2011

Eine 3:1-Führung verspielt

Der FC Eddersheim sah sich im Nachholspiel gegen den FV Biebrich um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Trotz eines Zwei-Tore-Vorsprungs reichte es gestern Abend am Ende nur zu einem 3:3.

Eddersheim.
"Unser Problem ist, dass wir uns nicht für den Aufwand belohnen", ärgerte sich Matthias Dworschak. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten musste zusehen, wie sein Team einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab. Dass den Gastgebern aus Biebrich, die nach der Eddersheimer 3:1-Führung laut Pressesprecher Patrick Schuch "mausetot" waren, auch der Schiedsrichter ein wenig unter die Arme griff, war laut Dworschak zwar nicht von der Hand zu weisen, durfte für den Tabellenzweiten aber nicht als Ausrede gelten. "Die Jungs ärgern sich genau wie ich und werden sich hinterfragen."

Die Fußballer von der Staustufe starteten nach 18 Minuten gut. Marc Breul zog von der rechten Außenbahn nach innen und fand Paul Schuster. Der Stürmer ließ sich die Chance im Strafraum nicht entgehen und verwandelte unkonventionell, aber effektiv mit der Pike zum 1:0. Bis zum Seitenwechsel passierte nicht mehr viel. Nach der Pause entdeckten die Hausherren ihre Stärke bei Standardsituationen wieder. Mit einem Freistoß bediente Östereich am ersten Pfosten Orkun Zer, der völlig freistehend per Kopf zum Ausgleich traf. Das 1:1 aus der 50. Minute schockte die Gäste wenig. Breul bediente gut zehn Minuten später Julien Antinac mit einer Flanke. Eddersheims zweite Spitze beförderte diese mit einer "Kopfball-Bogenlampe" (Schuch) über FV-Torwart Tekin – 2:1. Die erneute Führung baute Antinac wieder nach einer Breul-Vorlage sogar aus (63.).

Die 75. Minute bildete den Wendepunkt. Nachdem der eingewechselte Niklas Rottenau alleine auf Biebrichs Torwart zuging, während seines Sturmlaufs von einem Verteidiger umgerissen wurde, der Pfiff und die Rote Karte für die Gastgeber aber ausblieben, gab FV-Kapitän Löbelt einen Weitschuss von hinter der Mittellinie ab. Der überraschte Gäste-Torwart Max Filz konnte den Ball abwehren, Orkun Zer bewies aber den richtigen Riecher und traf zum Anschluss. Nach dem verwandelten Handelfmeter zum 3:3 von Volkan Zer (85.) – Marko Verkic wusste sich nicht anders zu helfen – konnte Eddersheim sogar froh sein, dass am Ende nicht noch das 4:3 für den FV Biebrich fiel.

Biebrich: Tekin – Sengün (68. Rivera), Löbelt, Maus, Meurer – Östereich, Okuda (46. Yilmaz), Maurer, Odisho – V. Zer, O. Zer. Eddersheim: Filz – Grüll, Detloff, Verkic, D. Reuter (43. F. Rottenau) – Lindnder, Freund, C. Rottenau (64. N. Rottenau), Breul (86. Pitas) – Schuster, J. Antinac. Schiedsrichter: Kühlmeyer (Hohenstein). Zuschauer: 200. Tore: 0:1 Schuster (18.), 1:1 O. Zer (50.), 1:2 J. Antinac (61.), 1:3 J. Antinac (63.), 2:3 O. Zer (75.), 3:3 V. Zer (85./Handelfmeter). (awo)



Donnerstag, 25.08.2011

Rodler: "Das mit Abstand beste Heimspiel"

Eddersheim. Mit einem überzeugenden 3:1 im Heimspiel gegen den FSV Braunfels bleibt der FC Eddersheim in der Fußball-Verbandsliga Mitte auf Schlagdistanz zur Mannschaft der Stunde, den Spitzenreiter Türk. SV Wiesbaden.

Das war mit Abstand das beste Heimspiel dieser Saison", verglich Erich Rodler die bisher eher schwachen Auftritte seiner Elf mit der konzentrierten Partie gegen Braunfels. Der Sportliche Leiter war froh, dass sein Team das Geschehen über die gesamten 90 Minuten im Griff hatte und mit sehr hohem Tempo Fußball spielte. Schon in der ersten Minute lief Marc Breul alleine auf den Braunfelser Schlussmann Steinbrenner zu, scheiterte aber am stärksten Spieler der Gäste. Auch Paul Schuster konnte den Torwart in der 44. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz nicht überwinden. Gut für die Eddersheimer, dass in der Zwischenzeit Julien Antinac seinen Torriecher unter Beweis gestellt hatte. Nach einer Vorlage von Breul hatte der junge Angreifer in der 24. Minute das 1:0 erzielt. Das war umso wichtiger, als die Gäste in der 34. Minute ihre erste Chance gleich zum Tor nutzten – 1:1. "Auch aus der Kabine sind wir gut rausgekommen", meinte Rodler zum starken Beginn seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten. Schuster behauptete den Ball im 16-Meter-Raum gut und zwang den Braunfelser Verteidiger Manuel Jung zu einem hörbaren Tritt an den Fuß des Eddersheimer Torjägers. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Marko Verkic sicher zum 2:1. Dem Strafstoßtor in der 58. Minute ließ Julien Antinac mit seinem zweiten Treffer in der 66. Minute die Entscheidung folgen. Marc Grüll und Breul sorgten dafür, dass der Stürmer in 18 Metern Torentfernung zum Schuss kam. Antinac zögerte nicht und traf flach ins Eck zum 3:1-Endstand für Eddersheim. awo



Montag, 22.08.2011

Späte Belohnung

Nach dem 1:3-Dämpfer gegen Würges unter der Woche konnte sich der FC Eddersheim in der Fußball-Verbandsliga Mitte nur teilweise rehabilitieren. Beim FC Ederbergland gab es ein 3:3.

Eddersheim.
Wie schon gegen Würges offenbarten die Gäste in der Anfangsphase Schwächen bei Standardsituationen des Gegners.

Schon in der vierten Minute erzielte Schüssler nach einer solchen Situation das 1:0 für die Gastgeber. Die Reaktion seiner Spieler gefiel Erich Rodler nach dem ärgerlichen frühen Gegentor umso besser. "Das war die beste erste Halbzeit, die wir bisher gespielt haben", freute sich der Sportliche Leiter, dass seine neu formierte Mannschaft das zeigte, was in ihr steckt. Für Marc Grüll besetzte Dennis Reuter die linke Außenposition in der Viererkette, und Julien Antinac kam für Paul Schuster ins Team. So kombinierten sich die Eddersheimer vor das gegnerische Tor, ließen die letzte Konsequenz im Abschluss aber vermissen. "Wir haben überragend gespielt, aber sechs hundertprozentige Chancen liegenlassen", berichtete Rodler. Christian Rottenau feierte sein Debüt in der Startelf mit einem sehenswerten Freistoßtreffer in der 13. Minute. Danach fand kein weiterer Schuss den Weg ins Tor. Alleine Marc Breul und Christian Rottenau, die je zwei Mal an Ederberglands Schlussmann Casella scheiterten, und Patrick Dietz, dessen Kopfball in der 45. Minute im Tor hätte landen müssen, hätten laut Rodler treffen können.

Schon in der vierten Minute erzielte Schüssler nach einer solchen Situation das 1:0 für die Gastgeber. Die Reaktion seiner Spieler gefiel Erich Rodler nach dem ärgerlichen frühen Gegentor umso besser. "Das war die beste erste Halbzeit, die wir bisher gespielt haben", freute sich der Sportliche Leiter, dass seine neu formierte Mannschaft das zeigte, was in ihr steckt. Für Marc Grüll besetzte Dennis Reuter die linke Außenposition in der Viererkette, und Julien Antinac kam für Paul Schuster ins Team. So kombinierten sich die Eddersheimer vor das gegnerische Tor, ließen die letzte Konsequenz im Abschluss aber vermissen. "Wir haben überragend gespielt, aber sechs hundertprozentige Chancen liegenlassen", berichtete Rodler. Christian Rottenau feierte sein Debüt in der Startelf mit einem sehenswerten Freistoßtreffer in der 13. Minute. Danach fand kein weiterer Schuss den Weg ins Tor. Alleine Marc Breul und Christian Rottenau, die je zwei Mal an Ederberglands Schlussmann Casella scheiterten, und Patrick Dietz, dessen Kopfball in der 45. Minute im Tor hätte landen müssen, hätten laut Rodler treffen können.

Wie so oft im Fußball wurden die Gäste nach dem Seitenwechsel für diese Nachlässigkeiten bestraft. Eddersheims sicherer Rückhalt Filz konnte in der 46. Minute gegen den schnellen Nolte retten, neun Minuten später kam es aber zu einem Missverständnis zwischen dem Torwart und Dennis Reuter. Nutznießer war Biesenthal mit dem 2:1 für die Gastgeber (54.). "Trotzdem haben wir das Spiel weiter diktiert", berichtete Rodler. Julien Antinac enteilte in der 63. Minute einem Innenverteidiger, der sich im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte zum 2:2. Als zwei Minuten nach dem Ausgleich Schweitzer die Ampelkarte wegen Ballwegschlagens sah, deutete vieles auf eine Wende im Spiel hin. In Überzahl hatten die Eddersheimer die Rechnung ohne Nolte gemacht. Dietz konnte den flinken Angreifer nur per Halten am Trikot stoppen und sah nach der Elfmeter-Entscheidung die Rote Karte. Das 3:2 besorgte Nolte vom Punkt aus selbst (74.). In der Nachspielzeit gelang Christian Rottenau das 3:3. Der Ausgleich war für Rodler verdient, da es der Gegner in der Schlussphase verpasst hatte, das Spiel zu entscheiden. awo



Donnerstag, 19.08.2011

Das Tor nicht getroffen

Der Verbandsligist belohnt sich nicht für seine gute spielerische Leistung

Gegen Hessenliga-Absteiger Würges musste der FC Eddersheim die erste Saisonniederlage hinnehmen. Das 1:3 im Heimspiel wirft den Aufstiegsanwärter im Rennen um die Spitzenplätze zurück.

Eddersheim.
Trainer Matthias Dworschak sah eine deutliche Leistungssteigerung seiner Elf im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Schröck. "Das große Manko war jedoch die Chancenverwertung", haderte der Eddersheimer Übungsleiter mit den vergebenen Möglichkeiten vor allem im ersten Spielabschnitt.

Gut begonnen

Es war sein Team, das in der Anfangsphase das Spiel dominierte. Marc Breul fand aber nach einem langen Diagonalpass an der rechten Außenlinie keinen Abnehmer für sein Zuspiel (14.), und Paul Schuster agierte in ähnlicher Position zu eigensinnig (20.). Würges war zwar mit großen Verletzungssorgen an die Staustufe gereist – aus der Hessenliga-Saison standen nur noch Torwart Rock und Özbakir in der Startformation – trotzdem zeigte der Verein aus dem Bad Camberger Stadtteil nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den Fußball, der ihn in der Vergangenheit so stark gemacht hatte. In der 24. Minute waren die Gäste bei einem Angriff noch weit in die Eddersheimer Hälfte aufgerückt. Adam Freund nutzte die schlechte Staffelung des Gegners mit einem weiten Zuspiel auf Marko Verkic, der sich wieder über die rechte Angriffsseite bis zur Torauslinie durchsetzte. Seine stramme Hereingabe drückte Unglücksrabe Szekely über die eigene Torlinie. Der Würgeser Routinier machte seinen Lapsus aber schnell wieder gut. Keine 15 Minuten später trat er einen Eckstoß von der rechten Seite geschickt auf den Kopf von Baier, der den verdienten Ausgleich für die Gäste erzielte (36.). Dass Eddersheim im Gegenzug durch Verkic gleich die Chance zur erneuten Führung vergab, untermauerte Dworschaks These von den vergebenen Torchancen.

Chancen nicht genutzt

Auch in den zweiten 45 Minuten kombinierten sich die Gastgeber gut zum gegnerischen Tor durch, in den entscheidenden Momenten fehlte ihnen aber die Kaltschnäuzigkeit. Schuster verpasste eine Verkic-Vorlage am zweiten Pfosten knapp (54.), und der eingewechselte Niklas Rottenau verarbeitete ein Zuspiel in aussichtsreicher Position nicht gut (74.).

So brachte ein weiterer Eckstoß von Szekely die Gäste auf die Siegerstraße. In der 76. Minute zog die Hereingabe des Spieler-Co-Trainers an Freund und Feind vorbei und fand im Fünf-Meter-Raum den Kopf des ehemaligen Unterliederbachers Kizarmis, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste – 1:2. Chaparro traf zwei Minuten nach der Würgeser Führung mit einem Heber aus 35 Metern die Latte und hätte die Partie schon entscheiden können. So mussten die Gäste auf dem Weg zu ihren ersten Punkten der Saison noch die Eddersheimer Schluss-Offensive überstehen. In Torwart Rock hatten sie aber einen starken Rückhalt. Der lange Schlussmann parierte in der 80. Minute einen strammen Schuss von Christian Rottenau und lenkte in der nächsten Szene mit einer sehenswerten Parade den Kopfball von Verkic über die Latte. In der Schlussminute sorgte Abbas mit einem sehenswerten Heber aus 20 Metern für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste.

El Allali freut sich

"Das war nur eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Dreier einfahren", freute sich Soufian El Allali. Der frühere Eddersheimer, der nun in Diensten des RSV Würges im Mittelfeld die Fäden zieht, sah seine Mannschaft für die harte Trainingsarbeit belohnt. "Dass es hier in Eddersheim klappt, ist natürlich umso schöner", meinte El Allali und verließ sichtlich zufrieden seine alte Wirkungsstätte. awo



Donnerstag, 11.08.2011

Ernüchterung trotz Platz zwei

Der Sportliche Leiter Erich Rodler: „Wir sind erschrocken, dass man so schlecht spielen kann“

Trotz einer schwachen Leistung siegte der Fußball-Verbandsligist FC Eddersheim im ersten Heimspiel der Saison gegen den FSV Schröck mit 1:0.

Bemüht, aber glücklos: Nils Pitas (links, gegen Günay Özbay) tat sich wie die gesamte Eddersheimer Mannschaft sehr schwer. Foto: Lorenz

Eddersheim.
Wer nach dem Spiel in die betretenen Mienen der Eddersheimer Verantwortlichen blickte, hätte von einer herbe Niederlage des Tabellenzweiten ausgehen können. "Wir sind erschrocken, dass man so schlecht spielen kann", rechtfertigte der Sportliche Leiter Erich Rodler das Schweigen seiner Trainer Oliver Schulz und Matthias Dworschak. Dass die Eddersheimer trotzdem als Sieger vom Platz gehen durften, hatten sie zum einen dem Unvermögen des Gegners und dem Torriecher von Stürmer Paul Schuster zu verdanken.

Glück für die Gastgeber

Nachdem die Gastgeber in der Anfangsphase noch angedeutet hatten, was sie in den ersten beiden Spielen stark machte, übernahm Schröck spätestens nach der hundertprozentigen Chance für Schäfer das Kommando. In der elften Minute war Mandler an der linken Torauslinie an den Ball gekommen und passte klug zurück zu seinem Sturmpartner. Dieser stand völlig frei am zweiten Pfosten und konnte das langsam rollende Spielgerät anvisieren. Trotzdem brachte es Schäfer fertig, den Ball neben das Tor zu schieben. Torwart Max Filz wäre machtlos gewesen. Anstatt von dieser Szene gewarnt zu sein, ließen sich die Gastgeber weiter in die eigene Hälfte drängen. Dem Gegner fehlte aber die nötige Kaltschnäuzigkeit. Özbay vergab seinen Kopfball völlig freistehend (35.).

Wer bei den Eddersheimern auf Besserung in der zweiten Halbzeit gehofft hatte, wurde enttäuscht. In der 52. Minute war wieder Schäfer bei seinem Lauf aufs Tor zu zögerlich und Loi zielte mit seinem Kopfball über die Querlatte (55.). Die beste Gelegenheit vergab aber Greb. Felix Rottenau hatte Mandler im Strafraum zu Fall gebracht. Den Elfmeter schoss Schröcks Mittelfeldspieler zu lasch in die rechte untere Ecke, so dass Filz zur Stelle war (62.). Erst mit der Einwechslung des jungen Niclas Rottenau kam mehr Schwung ins Eddersheimer Spiel. Er prüfte Torwart Baumeister mit seinem Schuss in der 65. Minute, ehe Bruder Felix die Vorlage zum 1:0 lieferte. Seine Flanke rutschte bis an den zweiten Pfosten durch, dort lauerte Schuster und traf zum 1:0 (68.). "Das war ein ungemütliches Spiel", resümierte der Torschütze und ergänzte: "Vielleicht wollten wir’s für die Fans im ersten Heimspiel zu gut machen und sind verkrampft. Wir müssen einfach cleverer sein." Auch Trainer Dworschak ist froh, nun eine Woche Zeit zu haben, um die Defizite bis zum nächsten Heimspiel gegen Würges aufzuarbeiten. awo



Montag, 08.08.2011

Eddersheimer Paukenschlag

Nach dem 7:1 im Derby mahnt Dworschak: „Die Liga ist noch in der Findungsphase, genau wie wir“

Der FC Eddersheim erteilte Viktoria Kelsterbach am dritten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Mitte eine Lehrstunde.

In die Zange genommen: Jonas Scheitza (Mitte) erlebte mit Viktoria Kelsterbach ein ganz bitteres Derby gegen den FC Eddersheim, hier Nils Pitas (vorn) und Sebastian Metzger (hinten). Foto: Schellhaas

Kelsterbach.
Knapp eine Stunde lang war es ein rasantes und intensiv geführtes Derby im Kelsterbacher Sportpark. Dass die Gastgeber am Ende so untergehen würden, damit hatten die wenigsten gerechnet. Doch nach dem 3:1 durch den gerade eingewechselten Niclas Rottenau – der jüngste der drei Rottenau-Brüder im Kader des FC Eddersheim – folgte der kollektive Zusammenbruch der Kelsterbacher. Von Gegenwehr war nichts mehr zu spüren.

Eddersheim hatte auch den deutlich besseren Start in das erste Derby der Saison erwischt. Schon nach drei Minuten köpfte Paul Schuster die Hereingabe seines Sturmpartners Marko Verkic zum 1:0 in den linken Winkel. Im ersten Spiel agierte der vom Regionalligisten FC Magdeburg gekommene Verkic noch in der Innenverteidigung, diesmal im Sturmzentrum, wo ihn niemand erwartet hatte. Dieser taktische Schachzug von Trainer Matthias Dworschak zahlte sich aus. Erst nach zehn Minuten fanden auch die Gastgeber ins Spiel. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. David Veith vergab aber den Ausgleich, weil er sich den Ball vorbei am starken Eddersheimer Torwart Maximilian Filz zu weit vorlegte (13.). Sturmpartner Jonas Scheitza scheiterte frei stehend aus acht Metern nach dem Rückpass von Giovanni D’Onofrio ebenfalls am Reflex von Filz (29.). Eddersheim nutzte seine Chancen dagegen konsequenter: Als Verkic nach einem Freistoß von Adam Freund abermals völlig ungedeckt war, versenkte er den Kopfball im linken unteren Eck zum 2:0. Doch noch vor der Pause schlug Kelsterbach zurück. Nach einem Foul an Robert Brück verwandelte Veith den Strafstoß zum 1:2 (36.).

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte versuchten die Kelsterbacher alles, um zum Ausgleich zu kommen. Der sehenswerte Sololauf, den Niclas Rottenau, der eigentlich noch in der A-Jugend spielen kann, zum 3:1 in den rechten Winkel abschloss, war der Startschuss für den Eddersheimer Sturmlauf. Marc Breul staubte zum 4:1 ab (69.), Schuster legte nach schönem Zuspiel des eingewechselten Nico Hecker das 5:1 nach (79.). Das 6:1 steuerte Patrick Dietz per Kopf bei (82.) und auch der gerade eingewechselte Julien Antinac durfte sich nach Vorarbeit von Niclas Rottenau noch mit dem 7:1 in die Torschützenliste eintragen.

"Wir haben noch Luft nach oben und dürfen diesen Sieg nicht überbewerten. Wir wissen den ganz genau einzuordnen", bemühte sich der Eddersheimer Trainer, den Sieg nicht überzubewerten, um die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Aber auch er kann nicht vermeiden, dass der FC Eddersheim nun hoch gehandelt wird, wenn es um die ersten Plätze geht. "Die Liga ist noch in der Findungsphase, genau wie der FC Eddersheim", meinte Dworschak.

Wie begossene Pudel

Große Ernüchterung herrschte dagegen bei den Gastgebern, die nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Schröck mit solch einer Abfuhr nicht gerechnet hatten. "Das geht im Derby nicht. So darf man sich einfach nicht präsentieren. Das ist eigentlich unfassbar", war der neue Trainer Ralf Horst geschockt. Damit die Niederlage "so schnell wie möglich aus den Köpfen kommt", ordnete er für heute und Dienstag Trainingseinheiten an. "Da müssen wir reden", kündigte Horst an. Irgendwie passte es zum Verlauf der Partie, dass die Kelsterbacher Mannschaft trotz Regens wie begossene Pudel zum Auslaufen auf den Platz geschickt wurden, während die Eddersheimer in der Kabine den Sieg bejubelten. "Es ging trotzdem nur um drei Punkte. Am Mittwoch in Würges will ich eine komplett andere Mannschaft sehen", fordert Horst umgehend Wiedergutmachung für die Blamage. (cn)



Montag, 01.08.2011

"Holprig und ausbaufähig"

Zum Saisonauftakt gab es für den FC Eddersheim einen knappen 2:1-Auswärtserfolg. Bei Aufsteiger Watzenborn-Steinberg tat sich der Favorit gerade in der ersten Halbzeit schwer.

Eddersheim.
Nicht nur aufgrund der zahlreichen Neuzugänge und Jugendspieler mutete die Startaufstellung der Eddersheimer gewöhnungsbedürftig an. Der neue Spielführer Adam Freund war am Wochenende zum ersten Mal Vater geworden und hatte um seine Freistellung gebeten. Außerdem musste Kevin Detloff seine Rot-Sperre aus der Vorsaison absitzen, und Thomas Lindner befand sich noch im Urlaub. So liefen im doppelt besetzten, defensiven Mittelfeld mit Sebastian Metzger und Nico Hecker zwei etatmäßige Offensivspieler auf.

"Das war nicht nur für die beiden ungewohnt", erklärte Patrick Schuch den nervösen Beginn. Der Eddersheimer Pressesprecher konnte in der ersten Halbzeit nur eine gefährliche Szene vor dem gegnerischen Tor notieren. Diese ereignete sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als ein Rückpass den Watzenborner Torwart Wagner vor große Probleme stellte. Der unebene Rasenplatz und die mangelhafte Schusstechnik des Schlussmanns sorgten dafür, dass der Ball am Torwart vorbei holperte und knapp neben dem Pfosten ins Aus rollte.

Zuvor hatten die gut 150 Zuschauer im größten Pohlheimer Ortsteil fußballerische Magerkost gesehen. Die Gastgeber waren laut Schuch auf Sicherheit bedacht und ließen den Ball konsequent durch die eigenen Reihen laufen. Erst in der 31. Minute lockerte Watzenborn sein Defensiv-Korsett und war prompt erfolgreich. Nach einem vorausgegangenen Warnschuss zog Zimmermann eine weite Hereingabe von der rechten Seite in den Eddersheimer Strafraum. "Diese Bogenlampe senkte sich dann ins lange Eck", berichtete Schuch, wollte dem neuen Torwart Maximilian Filz aber keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil. Der 19-Jährige sei ein sicherer Rückhalt gewesen, berichtete Schuch.

Das 0:1 zur Pause stachelte den Eddersheimer Kampfeswillen im zweiten Durchgang an. Getragen durch die Einwechslung von Niklas Rottenau, dem Jüngsten aus der Eddersheimer Fußballer-Familie, bogen die Gäste das Spiel noch um. "Wir hatten durchgehend mehr vom Spiel", erzählte Schuch, und schwärmte vom Einsatz, den Niklas Rottenau auf der rechten Außenbahn zeigte. Für Nils Pitas gekommen, machte der A-Jugendliche viel Druck und bereitete den Siegtreffer von Kapitän Sebastian Metzger in der 87. Minute "sensationell" (Schuch) vor. Damit der Vertreter von Adam Freund aus dem Getümmel zum Siegtreffer aus 14 Metern einschießen konnte, musste Neuzugang Marc Breul in der 80. Minute zunächst den Ausgleich erzwingen. Nach einem Gruell-Freistoß aus dem Halbfeld stieg der in den Sturm beorderte Innenverteidiger Marko Verkic am höchsten und traf per Kopf die Latte. Breul reagierte am schnellsten und traf zum 1:1.

Danach schlug die große Stunde von Niklas Rottenau. Mit Tempo stieß er bis auf die Grundlinie durch und flankte in die Mitte. Dort kamen weder Torwart Wagner noch Verkic richtig an den Ball, so dass Nutznießer Metzger vollspann zum umjubelten 2:1-Siegtreffer traf. "Hoffentlich hebt er jetzt nicht ab", meinte Schuch mit Seitenblick auf den Eddersheimer Matchwinner. An sich sei der Start des Favoriten nämlich "eher holprig und ausbaufähig" gewesen. (awo)



www.fc-eddersheim.de